Aktivitäten


Kleine Artisten kommen groß raus

Show in IGS Flötenteich beeindruckt rund 300 Zuschauer – Zirkus verbindet Generationen (2015)
 
Wir sind die Stars: Auch die jüngsten Artisten bekamen viel Applaus.

Als ein Beispiel erfolgreicher Integration wird das Zirkusprojekt in Nadorst bezeichnet. Auch Flüchtlingskinder sind beteiligt.
Nadorst 90 junge Artistinnen und Artisten verzauberten am Sonntag im Forum der IGS Flötenteich ihr Publikum. Und das war wahrlich zahlreich erschienen: Rund 300 Zuschauer verfolgten gebannt das zweistündige Programm. Der Zirkustrupp der IGS und die Zirkusschule Seifenblase begeisterten mit Kunststücken in der Luft und auf der Erde. Es gab Hochräder und Einräder, die wilde Muster fuhren, meterhohe Pyramiden und Jonglage mit Diabolos, Bällen und Keulen.


Die kleinen Artisten der Grundschule Nadorst zeigten eine Bienchen-Akrobatiknummer. Auch syrische Flüchtlingskinder präsentierten tolle Pyramiden. Sie trainierten mit den Schülerinnen der IGS Flötenteich und der Zirkusschule Seifenblase, sowohl im Vorfeld beim „Open Sunday“ in Nadorst (ein Programm, bei dem es sonntags Bewegungsspiele in der Turnhalle gibt) als auch bei der Generalprobe.
Das Publikum war sichtlich beeindruckt durch die Kreativität und Spielfreude, die die Artisten auf der Bühne zeigten. Die Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis 21 Jahren probten bereits seit einem halben Jahr für den großen Auftritt. Immer wieder wurde an den Nummern gefeilt, an Kostümen gebastelt, nach Musik gesucht, wurden neue Tricks ausgesucht.


Vor und nach der Show gab es einen Frühstücksbrunch für alle Gäste. „Diese Vorstellung beweist eindrucksvoll, wie gelungen die Kooperation der IGS Flötenteich mit der Zirkusschule Seifenblase funktioniert“, findet Annegret Meyer (Lehrerin der IGS).
Bereits am Sonnabend gab es einen großen Probentag, bei dem sich die Schüler der IGS mit den Artisten der Zirkusschule, der Grundschule Nadorst und den Flüchtlingskindern trafen. Gemeinsam wurde das große Finale geprobt und alle zeigten sich gegenseitig ihre Nummern. Die Arbeitsgemeinschaften (AG) der IGS Flötenteich werden regelmäßig durch Trainerinnen der Zirkusschule unterstützt. Immer wieder treten die Zirkusschule Seifenblase und der Zirkustrupp der IGS zusammen auf.


Eine Veranstaltung dieser Größenordnung ist nur durch viel ehrenamtliches Engagement möglich: So wurde die gesamte Technik von der „AG Veranstaltungstechnik“ der IGS Flötenteich gefahren.
Die Kooperation der IGS mit der Zirkusschule wirke weit in den Stadtteil hinein, so Annegret Meyer. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen würden dazu ermutigt, ihren Stadtteil aktiv zu gestalten. Sie präsentierten ihre eigene Show und überzeugten erneut mit ihrem Engagement, ihrer Hilfsbereitschaft und ihrem Miteinander. So hieß das Motto des Brunchs denn auch „Zirkus verbindet“.

Bild: Michael Ott


Zirkusschule Seifenblase- das neue Programm - Perspektivenwechsel

"Perspektivenwechsel" heißt das neue Programm der 18 Jugendlichen zwischen 11 und 21 Jahren der Zirkusschule Seifenblase. An dem Wochenende vom 28. Februar bis 01. März 2015 hatten die ArtistInnen ihre Premiere.
Gemeinsam mit ihrem Trainerteam Micheal Richter, Sergio Augusto und Ines Rosemann entwickelten die Nachwuchs-ArtistenInnen ein gutes halbes Jahr lang ihre neue Show.

Mit ihrem artistischen Können begeisterte die Gruppe immer wieder das Publikum. Auf dem Drahtseil, am Trapez oder dem Vertikaltuch wurden atemberaubende Tricks gezeigt, Keulen und Bällen wirbelten gekonnt durch die Luft und die Artisten und Artistinnen bauten faszinierende Akrokatik Pyramiden auf.

Auch die Jugendlichen selbst waren mit ihren Auftritten sehr zufrieden. In der Nachbesprechung beim nächsten Trainingstermin stellten wir fest, dass das Thema wunderbar umgesetzt und in vielen Facetten dargestellt ist. „Das war nicht so einfach wie es am Ende scheint“, sagt Ines Rosemann

Immer wieder wurden Fragen gestellt: „Was ist eigentlich ein Perspektivenwechsel? Welche Perspektive wird gewechselt? Gibt es eine gemeinsame Perspektive? Wollen alle einen Perspektivenwechsel? Muss die Perspektive überhaupt gewechselt werden?“

In Theaterübungen sind Überblendungen entstanden, die sich durch das Programm ziehen. Dabei stellen die Artistinnen und Artisten sich der großen Herausforderung, (fast) die ganze Zeit über auf der Bühne/in der Manege zu sein.

An einem der Übungswochenenden hat die Gruppe mit Nähen, Basteln, Kleben... aus mitgebrachter Kleidung neue Kostüme geschaffen. Damit soll ein kleines Zeichen gegen die unmenschlichen Produktionsbedingungen, die in der Textilindustrie herrschen, gesetzt werden.

Viele begeisterte Zuschauer verfolgten gebannt die drei Vorstellungen.
Perspektivwechsel im Kleinen wie im Großen - eine echte Herausforderung.